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Zahnarztpraxis - Joachim Hoffmann

Zähne putzen muss sein!

Zähne halten ein Leben lang. Vorausgesetzt, sie werden zweimal täglich gereinigt. Dazu gehört eine Zahnbürste und eine Zahnpasta mit Fluorid. Wer dazu zweimal jährlich den Zahnarzt besucht, schützt seine Gesundheit bis ins hohe Alter.

 

Morgens und abends sollte das Zähneputzen mindestens zwei Minuten dauern und systematisch alle Zähne abdecken. Um das richtige „Zeitgefühl“ beim Zähneputzen herzustellen, empfiehlt es sich, auf eine sogenannte „Zahnputzuhr“ zurückzugreifen.

 

Ob in der althergebrachten Version einer Sanduhr, als spezieller Timer oder neuerdings in die elektrische Zahnbürste integriert, zeigt sie genau an, wie lange das Putzen dauern sollte, um gründlich zu sein.

 

 

Die richtigen Hilfsmittel für schwierige Stellen

In den Zahnzwischenräumen, bei Zahnspangen oder festsitzendem Zahnersatz setzen sich trotz gewissenhaftem Putzen Essensreste und Plaque ab, die eine Bakterienquelle bilden und zum Auslöser für Karies und Parodontitis werden können. Zahnseide und Interdentalbürsten schaffen hier Abhilfe und sollten in die tägliche Zahnpflege integriert werden.

 

Wichtig ist ihr regelmäßiger Gebrauch, wobei das geschulte Personal in der Zahnarztpraxis die richtige Technik vermittelt und bei der Entscheidung für das richtige Produkt hilft.

 

Verstärkt rückt auch die Zunge als Träger von Bakterien in den Fokus.

Hier kann sich ein regelrechter Belag bilden, der nicht nur den Zähnen schaden, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden beeinflussen und Mundgeruch auslösen kann. Spezielle Zungenbürsten und Zungenschaber helfen, den Belag zu verringern und sorgen für frischen und gesunden Atem.

 

Die zusätzliche Verwendung von Mundduschen, Mundspüllösungen oder Mundwassern kann die Zahnpflege ergänzen, aber nicht ersetzen.

 

 

Kurz notiert...

Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) ergänzt die häusliche Mundhygiene. „Profis“ in der Zahnarztpraxis entfernen Beläge und Verfärbungen an den Stellen, die Patienten zu Hause nur schwer erreichen können.

Welche Vorteile hat der Patient?

 

Für die Zahngesundheit

Zahnbeläge enthalten Bakterien, die Zahnerkrankungen auslösen können. Reinigt ein „Profi“ die Zähne in der Zahnarztpraxis, sinkt das Risiko, dass ein Patient an Karies, einer Gingivitis (Zahnfleischentzündung) oder einer Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) erkrankt. Die Fachkräfte reinigen die Zähne abgestimmt auf jeden einzelnen Patienten, so dass die Zähne bis ins hohe Alter erhalten bleiben können.

 

Für die Allgemeingesundheit

Sind die schädlichen Bakterien in der Mundhöhle entfernt, profitiert der ganze Körper. So kann das Risiko einer Entzündungen der Herzklappen (Endokarditis) gesenkt werden. Gleiches gilt für eine Lungenentzündung, insbesondere bei älteren, meist pflegebedürftigen Patienten mit einer Immunschwäche. Durch das regelmäßige Reinigen der Zähne ist der Zahnhalteapparat seltener entzündet. Dadurch können Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel besser kontrollieren.

 

Für die Ästhetik

Aber die PZR beugt nicht nur Erkrankungen vor: Das Aussehen der Zähne verbessert sich. Sie wirken sauber, heller, sind glänzend und fühlen sich glatt an.

 

Dauer

Eine PZR-Sitzung dauert in der Regel 30 Minuten bis zu einer Stunde. Der Zeitaufwand ist abhängig von der Anzahl der Zähne, der Mundhygienesituation und der daraus hervorgehenden Auswahl der einzusetzenden Maßnahmen.

 

Häufigkeit

Wie oft der Patient eine PZR wahrnehmen sollte, hängt ganz vom individuellen Erkrankungsrisiko ab: Gibt es bereits Entzündungen des Zahnhalteapparates? Tritt häufig Karies auf? Beläge auf den Zähnen entwickeln sich unterschiedlich schnell. Jeder Patient reagiert unterschiedlich auf diese Beläge. Der Zahnarzt sollte diese Risiken erläutern und gemeinsam mit dem Patienten die Häufigkeit der PZR festlegen.

Haben Patienten ein besonders hohes Risiko für Karies und Entzündungen des Zahnfleisches oder ist das körpereigene Immunsystem durch chronische Erkrankungen – z.B. einem Diabetes – belastet, sollten die „Profis“ die Zähne häufiger professionell reinigen.

 

Für wen ist die PZR sinnvoll?

Grundsätzlich ist die PZR für jeden Patienten empfehlenswert, da es praktisch unmöglich ist, die Zähne allein durch häusliche Pflege von Belägen vollständig zu befreien. Besonders profitieren aber Menschen, die größere Probleme damit haben, ihre Zähne zu reinigen und bereits Erkrankungen besitzen bzw. deren Risiken, diese zu bekommen, sehr hoch ist. Dazu gehören Patienten mit Zahnersatz, festsitzenden Spangen oder mit Entzündungen des Zahnfleisches. Aber auch ältere Menschen oder Patienten mit körperlichen Einschränkungen, deren manuelles Geschick bei der Mundhygiene eingeschränkt ist.

Für Patienten, bei denen bereits eine Parodontitis behandelt wurde, ist die regelmäßige professionelle Entfernung der Zahnbeläge eine wichtige Maßnahme, um den Behandlungserfolg zu sichern.

 

 

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